Thomas Struth

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Thomas Struth
Alte Pinakothek, Selbstportrait, München 2000
© Thomas Struth

 

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Thomas Struth
Museo del Prado 8-1, Madrid 2005
© Thomas Struth

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Thomas Struth
Museo del Prado 8-5, Madrid 2005
© Thomas Struth

*1954 in Geldern, lebt | lives in Berlin und | and New York

 

 

Bildkonstellationen wie in der großformatigen Fotoarbeit Art Institute of Chicago 2, Chicago 1990 oder der mehrteiligen Serie Museo del Prado 8, Madrid 2005 sind nur bedingt planbar, denn bei den Fotoarbeiten von Thomas Struth handelt es sich nicht um Inszenie­rungen. Eine Ausnahme bildet das Selbstbildnis des Künstlers vor dem Selbstbildnis von Albrecht Dürer in der Arbeit Alte Pinakothek, Selbstportrait, München 2000, wo Struth die künstlerische Selbstbefragung aus der zitierten Perspektive und mit der symboli­schen Verweiskraft der Rückenansicht vorstellt (Abb. 4). Manchmal wird der Fotograf während des Fotografie­rens auch selber beobachtet, und es entwickelt sich ein spannungsreicher Dialog zwischen dem oder der Unbekannten und dem im Bild abwesenden Künstler- Fotografen, wie im Bild Prado 8-1, wo ein Junge dem Fotografen beim Fotografieren zusieht.

Beinahe umgekehrt verhält es sich mit dem extrem belebten Fries aus fünf Fotos des „Museo del Prado“ von Thomas Struth, der übrigens als erster zeitgenössischer Künstler eben dort auch ausgestellt hat. Sein wandfüllendes Bild reflektiert nicht nur den musealen Massentourismus – und zwar im Kontext der Porträt-Malerei von Diego Velázquez –, sondern auch das lebendige Zusammenspiel von Einzelnem und Gruppe.

SG

 

www.thomasstruth32.com

Ausstellungsort

Kunsthalle Nürnberg