Rosalind Solomon

01

Rosalind Solomon
I Wasn’t Assaulted I Was Armed, Washington D.C:, USA, 2001
© Rosalind Solomon

02

Rosalind Solomon
Whoppers, Chattanooga, Tennessee, USA, 1979
© Rosalind Solomon

03

Rosalind Solomon
Classic Cat Club, Chattanooga, Tennessee, USA, 1977
© Rosalind Solomon

*1930 in Highland Park, Illinois; Bachelor of Arts am Goucher College in Baltimore, Maryland; 1974 Unterricht bei Lisette Model

 

Rosalind Solomon begann ihre fotografische Arbeit 1968 in Japan mit einem Beitrag für die Organisation Experiment in International Living. In jungen Jahren – noch ohne Einsatz der Kamera – war sie stark politisch und sozial engagiert, und der interkulturelle Austausch zwischen Ländern und der Bevölkerung war ihr wichtig. Die Japanreise sollte für ihr Schaffen wegweisend sein, denn auch wenn sie seit dieser Zeit in der engeren Umgebung ihrer Wohnsitze fotografiert – zunächst in der Gegend von Chattanooga, Tennessee, dann in Washington, D.C., und seit Mitte der 1980er Jahre in New York City –, so unternimmt sie doch seit Jahrzehnten unzählige weite Arbeitsreisen, auf denen sie ihre Eindrücke, Landschaften und vor allem Menschenbilder sammelt. Ihre meist ohne Auftrag gewählten Ziele liegen in Amerika, Südamerika, Mexiko, Indien, Südafrika und Europa. Voller Konzentration und Anteilnahme richtet sie ihre Aufmerksamkeit auf die ebenso banalen wie rätselhaften Augenblicke des Lebens, auf Gesichter und Gesten, Rituale und zwischenmenschliche Konstellationen. Dass sie in ihrer Arbeit immer wieder aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und ihre Folgen in den Fokus genommen hat, zeigt zum Beispiel ihre Serie Portraits in the time of AIDS, 1988 als Buch in New York erschienen.

Die aktuelle Ausstellung präsentiert ausschließlich in Amerika entstandene Aufnahmen, sie zeigen vertraute Alltagsszenerien wie ein Paar in einem Schnellrestaurant, aber auch einen Jungen bei einer Demonstration und eine Familie zum amerikanischen Fest Halloween. Das Porträt einer jungen Frau, die wohl in einer Bar arbeitet, zeigt Rosalind Solomons unvoreingenommene menschliche Zuwendung.

 

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur hat im Jahr 2003 eine umfassende Retrospektive des Werkes von Rosalind Solomon präsentiert, mit begleitender Publikation.

Ausstellungsort

Kunsthalle Nürnberg