Katja Stuke

STUKE_CCTV1352243

Katja Stuke
Aus der Serie Eleven to Liverpoolstreet, London, 2009
© Katja Stuke

STUKE_CCTV1260002

Katja Stuke
Aus der Serie Eleven to Liverpoolstreet, London, 2009
© Katja Stuke

STUKE_CCTV1250532

Katja Stuke
Aus der Serie Eleven to Liverpoolstreet, London, 2009
© Katja Stuke

*1968 in Telgte/Westfalen, lebt in Düsseldorf

 

In ihrer fotografischen Arbeit der vergangenen Jahre beschäftigt sich Katja Stuke mit dem kritischen Aspekt der Überwachung des öffentlichen Raums, wie wir ihn heute im Alltag vor allem im urbanen Umfeld erleben. Die Grenzen demokratisch freiheitlicher Ideale in die Schranken weisend, stellt sich die Videoüberwachung des Alltags als kontrollierende Instanz ambivalent dar.

Katja Stuke stellt diese Ambivalenz in ihren Bildserien, die einerseits als fotografische Arbeiten oder aber auch in Form von Buchprojekten veröffentlicht werden, vor. Ausgangspunkt ist dabei Filmmaterial, das von ihr meist selber aufgenommen und später von Bildschirmmonitoren abfotografiert wird. Aus ihren Werkgruppen der letzten Jahre zeigt die Ausstellung hierzu Beispiele aus den Serien „Suits“ und „Eleven to Liverpool Street, London“. Über ihre inhaltliche Orientierung und künstlerische Vorgehensweise schreibt sie:

„Nach der ersten Serie Supernatural und einer weiteren Serie, bei der ich mit einzelnen Frames aus Filmen von Hitchcock gearbeitet hatte, bin ich dazu übergegan­gen, auf der Straße eigene Film- und Über­wachungsbilder zu erzeugen. In der Regel konzentriere ich mich dabei auf einen speziellen Ort, auf dessen Funktion oder historische Bedeutung – etwa einen Bahnhof, die City of London oder den Tian’anmen-Platz in Peking. Öffentliche Orte, wo viele Menschen aufeinandertref­fen; Orte, die besonders überwacht werden und mit besonderen politischen Themen verbunden werden. Beim Filmen befinde ich mich mitunter nah an den Gesichtern, wie auch aus eini­ger Entfernung und oft ‚getarnt‘ als Touris­tin einige Stunden Material entstehen, das ich später im Studio sichte, editiere und dem ich einzelne Frames entnehme. Diese fotografiere ich wiederum vom Fernsehmonitor ab – bisher sogar noch mit einem Mittelformat-Negativfilm, den ich dann wieder scanne und am Ende printe. So ent­stehen mit jedem Arbeitsschritt neue Ebe­nen, und ich entferne mich immer weiter vom realen Geschehen. Die Frage der Über­wachung interessiert mich seit meiner ers­ten Serie CCTV. Die in der Ausstellung ge­zeigte Serie Suits entstand an Finanzplätzen in London, New York und Japan; die andere Serie Eleven to Liverpool Street in der City of London.“

 

BHJ

 

www.katjastuke.de

Ausstellungsort

Kunsthaus