Judith Joy Ross

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Judith Joy Ross
Carmen Williams, Second Grade, Almira Elementary School, Cleveland, Ohio, 1993, aus der Serie Cleveland Schools, 1993
© Judith Joy Ross

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Judith Joy Ross
Untitled, 1984, aus der Serie Portraits at the Vietnam Veterans Memorial, Washington, D.C., 1983/1984
© Judith Joy Ross

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Judith Joy Ross
Plumber, Bethlehem, Pennsylvania, 1990, Aus der Serie Jobs, 1989–1990
© Judith Joy Ross

*1946 in Hazleton, Pennsylvania, Studium am Moore College of Art, Philadelphia; Institute of Design, Illinois Institute of Technology, Chicago

 

Die Porträts von Judith Joy Ross können als intuitiv kluge, gesellschaftskritische und empathische Beobachtungen bezeichnet werden, aufgenommen in mehreren Städten und Regionen, oft in der Nähe ihres Wohnorts in Pennsylvania, zum Teil in Washington, D.C., in New York City oder vereinzelt in Paris. Dabei weist ihre künstlerische Botschaft über amerikanische Verhältnisse hinaus und beleuchtet allgemein das zwischenmenschliche Miteinander verschiedener Generationen, Volksgruppen und gesellschaftlicher Schichten. In ihren Porträts findet sich bevorzugt die mittelständische Bevölkerung vertreten, Menschen, die ihren Jobs nachgehen und sich in ihrem Wohnumfeld engagieren – Mütter, Väter, Lehrer, Verkäufer, Arbeiter, Studenten, Soldaten oder Politiker. Vor allem interessieren Judith Joy Ross Kinder und Jugendliche, die sie in ihrer Freizeit oder in den Schulpausen vor die Kamera holt und die sich vollkommen authentisch mit der Aufnahmesituation vertraut zeigen und dabei unbedarft aussagekräftige Zeichen setzen. Das Bildermachen ist für Judith Joy Ross ein schöpferischer Akt, eine Möglichkeit, die sie umgebenden Menschen zu verstehen, sie in ihrer unprätentiösen Schönheit wahrzunehmen und in subtiler Weise Ansichten kundzutun – ein substanzieller Teil ihres Lebens.

 

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur hat im Jahr 2012 das seit den 1980er Jahren kontinuierlich erarbeitete Porträtwerk von Judith Joy Ross in einer umfassenden Retrospektive vorgestellt.

Ausstellungsort

Kunsthalle Nürnberg