Jörg Paul Janka

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Jörg Paul Janka, aus der Serie LOUVRE, Found Footage, 1986
©Jörg Paul Janka und VG Bild-Kunst, Bonn 2016

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Jörg Paul Janka, aus der Serie LOUVRE, Found Footage, 1986
©Jörg Paul Janka und VG Bild-Kunst, Bonn 2016

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Jörg Paul Janka, aus der Serie LOUVRE, Found Footage, 1986
©Jörg Paul Janka und VG Bild-Kunst, Bonn 2016

*1965 in Duisburg, Deutschland; lebt in Düsseldorf

 

Die künstlerische Arbeit von Jörg Paul Janka umfasst mehrere Ebenen. Im Bereich der Fotografie schließt sie Werkgruppen ein, die auf seiner eigenen Autorenschaft beruhen oder aber, wie bei der Werkgruppe „LOUVRE“, auf gefundenem Bildmaterial. „Found Footage“ lautet der Begriff, der diesen Aspekt der Appropriation Art bezeichnet. Ausgangspunkt wird hierbei Bildmaterial aus unterschiedlichen Quellen, das von der jeweiligen Künstlerin oder dem jeweiligen Künstler in unterschiedlichen Medien bearbeitet und individualisierend im Kontext eines Konzeptes ästhetisch und inhaltlich kommentiert wird. Die in der Ausstellung „Mit anderen Augen“ präsentierte Schwarzweiß-Bildserie „LOUVRE“ basiert auf Porträts von Bundeswehrmitgliedern. Das gefundene Negativmaterial hierzu stammte wahrscheinlich aus einem Archiv der Bundeswehr. Vom Künstler fotografisch akzentuierend nachbearbeitet, hebt die Serie die Parameter des klassischen Brust-Porträts, wie man es aus Fotostudios kennt hervor.

Gemeinsam mit Uschi Huber gibt Jörg Paul Janka seit 1995 das Foto- und Videomagazin „OHIO“ heraus. Auch hier widmet sich jede Ausgabe Fotoarchiven aus unterschiedlichen Zusammenhängen, werden die unterschiedlichen Gebrauchsweisen der Fotografie untersucht.

Neben der Auseinandersetzung mit der Fotografie gehören auch Filme zum Werk von Jörg Paul Janka. Hierzu zeigt das Kunstmuseum Bonn seine aktuelle Arbeit mit dem Titel “STUDIO THEATRE 3, [STIFTMEISTERS BLICKE]“. Als Parabel über die Schaffenskraft und die Kreativität des Menschen – seine gestalterischen Absichten, das Gelingen und das Misslingen, das Bedeutungsvolle und das Bedeutungslose – erscheinen die Figuren des „Stifts“ und des „Meisters“ bei der Verrichtung ihres Tagwerkes.

 

www.joergpauljanka.de

Ausstellungsort

Kunsthalle Nürnberg