Joerg Lipskoch

Hospizschwester, 2015 - Mappe X Letzte Dinge

Joerg Lipskoch
Hospizschwester, 2015
aus der Serie Menschen des 21. Jahrhunderts
© Joerg Lipskoch

03

Joerg Lipskoch
Sängerin, 2013,
aus der Serie Menschen des 21. Jahrhunderts
© Joerg Lipskoch

02

Joerg Lipskoch
Leiter des Krisenreaktionszentrums im Auswärtigen Amt, 2014
aus der Serie Menschen des 21. Jahrhunderts
© Joerg Lipskoch

*1972 in Dissen a.T.W., Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Psychologie an der Universität Passau und der Humboldt-Universität Berlin

 

In Anbindung an August Sanders Gesellschaftsporträt Menschen des 20. Jahrhunderts nennt Joerg Lipskoch sein fotografisches Projekt Menschen des 21. Jahrhunderts. Seit 2013 verfolgt er diese Idee. Sanders Mappensystem aufgreifend, überführt Lipskoch dies in die Gegenwart und bildet Gruppen wie „Schule und Ausbildung“, „Kunst und Kultur“, „Staat und Gesellschaft“, „Freizeit und Erholung“. Zehn Mappen hat er bislang definiert. Als Work in Progress angelegt, werden Mappen, Gruppen und Motive fortwährend angepasst. Infolgedessen werden die Menschen des 21. Jahrhunderts in der Kölner Ausstellung als eine Monitorpräsentation vorgestellt. Für Lipskoch selbst ist seine eigene Homepage ein wichtiges Forum, die Öffentlichkeit zu erreichen. Auch nutzt er die Form eines Blogs, um Hintergrundinformationen zur Entstehung einzelner Aufnahmen zu geben, so „wie eine Führung hinter die Kulissen“, erläutert er.

Lipskoch fotografiert digital in Schwarz-Weiß, er bevorzugt es, die Menschen in ihrem Lebensumfeld – Wohnungen, Arbeitsplätze, auch der Außenraum kommen vor – zu präsentieren. Die Bildkompositionen zeichnen sich durch eine große Sorgfalt aus, einem feinen Zusammenspiel von dargestellter Person und Umgebung. So beweist sich an Joerg Lipskochs Vorhaben erneut die zeitlose Gültigkeit des Sander’schen Werks, das nach wie vor dazu prädestiniert erscheint, über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft einer Gesellschaft zu reflektieren.

 

www.lipskoch.com

Ausstellungsort

Kunsthalle Nürnberg