Jitka Hanzlová

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Jitka Hanzlová, aus der Serie There is Something I Don’t Know, 2000-2013,
ohne Titel (Hermelin), 2007
©Jitka Hanzlová und VG Bild-Kunst, Bonn 2016
Courtesy Jitka Hanzlová und Georg Kargl Fine Arts, Wien

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Jitka Hanzlová, aus der Serie There is Something I Don’t Know, 2000-2013,
ohne Titel (Johannes), 2011
©Jitka Hanzlová und VG Bild-Kunst, Bonn 2016
Courtesy Jitka Hanzlová und Georg Kargl Fine Arts, Wien

03

Jitka Hanzlová, aus der Serie There is Something I Don’t Know, 2000-2013,
ohne Titel (Francesca), 2011
©Jitka Hanzlová und VG Bild-Kunst, Bonn 2016
Courtesy Jitka Hanzlová und Georg Kargl Fine Arts, Wien

* 1958 in Náchod, Tschechoslowakei, lebt in Essen

 

Inwieweit prägt die Umgebung und die kulturelle Sozialisation, persönliche Bindungen, Natur und Landschaften den Menschen und sein Erscheinungsbild? Schreiben sich diese Momente der Identität genetisch ein, um sich möglicherweise über Jahrhunderte in Menschentypen fortzusetzen? Unser kunsthistorisches und ikonografisches Bildergedächtnis zum Thema Porträt gibt hierzu als Referenzmöglichkeit immer wieder Vorbilder an.

Bei Reisen nach Italien, Spanien und in andere Länder fühlte sich Jitka Hanzlová innerhalb ihrer Beobachtung von dort lebenden Menschen an berühmte Porträts der Renaissance und aus der Malereigeschichte wie beispielsweise von Leonardo da Vinci oder Antonio Pollaioulo erinnert. Die Begegnungen initiierten in der Folge ihre sensible Porträtreihe There is Something I Don’t Know. In freier Anlehnung an Leonardos „Dame mit Hermelin“ entstand innerhalb der Reihe beispielsweise ein stilles und farblich subtil ausbalanciertes Porträt einer jungen Frau, das fotografisch die Malerei in Erinnerung ruft. Die Werkgruppe entstand zwischen 2000 – 2013. Innerhalb der Ausstellung „Mit anderen Augen“ werden einige Werke aus ihr vorgestellt.

 

Seit ihrer frühen Serie Rokytník, die Anfang der 1990er Jahre in ihrer tschechischen Heimat entstanden war, spielt im Werk von Jitka Hanzlová die Frage der Identität, Momente des Autobiografischen, Erinnerung und die Wahrnehmung der Umgebung und des Lebensraums als Verbundenheit und Prägung des Menschen durch Natur und Kultur eine wichtige Rolle. In poetisch momenthaften Bildern erzählen auch die späteren Serien der Künstlerin mit den Titeln Bewohner, Female, Forest oder auch Horse, eine Werkgruppe über Pferde, von der Verbundenheit der Künstlerin mit diesen Aspekten des Daseins.

 

www.jitkahanzlova.com

BHJ

Ausstellungsort

Kunsthaus