Jana Kölmel

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Jana Kölmel
Aus der Serie: Inszenierte Fotografien, 2009 -2011
Wasser, 2009
© Jana Kölmel

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Jana Kölmel
Aus der Serie: Inszenierte Fotografien, 2009 -2011
Nachher, 2010
© Jana Kölmel

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Jana Kölmel
Aus der Serie: Inszenierte Fotografien, 2009 -2011
Kaffeehaus, 2011
© Jana Kölmel

*1986 in Köln, lebt in London

 

Nach ihrem Studium an der Folkwang Universität der Künste in Essen und London lebt Jana Kölmel seither in der englischen Metropole. Bezüge zu diesen autobiografischen Momenten stellt innerhalb ihrer medienübergreifenden Arbeit u.a. der Videofilm Something to do with my Father aus dem Jahr 2014 her.
Die Arbeit visualisiert metaphorisch „eine Sammlung von Erinnerungen und intimer Gedanken, eine Geschichte über Liebe und Trennung“, die das Verhältnis der Künstlerin zu ihrem Vater geprägt hat.

Neben dieser Selbstporträt-Arbeit, die im Film- und Projektionsprogramm der Ausstellung gezeigt wird, ist aus der Serie „Inszenierte Fotografien“, 2009–2011 die Fotoarbeit „Kaffeehaus“ zu sehen. Das Gruppenbild erinnert an Malerei und betont dabei mit Bezug zur Literatur psychologisierende Momente ihrer Protagonisten, denn, was wie ein bildnerische Dokument scheint, basiert – so lässt es der Titel anklingen – auf einer Inszenierung zum Thema Porträt.

 

„Im Grunde glaube ich“, so Jana Kölmel über ihre Arbeit zum Thema Porträt, „dass alle Porträts vor allem anderen ein Porträt des Fotografen und nicht der Fotografierten sind. Die Ent­stehung ist von Projekt zu Projekt unter­schiedlich. Bei der Arbeit Inszenierte Foto­grafien, 2009–2011, war der Ausgangspunkt jedes Bildes eine bestimmte Romanszene, die mich nicht mehr losgelassen hatte. Die Bilder entstanden zuerst vor meinem geis­tigen Auge und sind dann Stück für Stück in die Realität umgesetzt worden. Die Dar­steller sind alle aus meinem engen Freun­des- und Bekanntenkreis. Da es mir darum ging, eine Person zu finden, die ein be­stimmtes Gefühl nachvollziehen und ver­mitteln kann, musste ich die Person sehr gut kennen, um zu wissen, ob sie für die Rolle geeignet ist. Die Inszenierungen sind deshalb in gewisser Weise auch Porträts eines bestimmten Aspekts der dargestell­ten Person, obwohl sie eine fiktive Ge­schichte erzählen.“

 

www.janakoelmel.com

BHJ

Ausstellungsort

Kunsthalle Nürnberg